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Das «C» der CVP - oder christliche Werte in der Politik
In früheren Jahren hat man die CVP fast ausschliesslich mit katholisch und konservativ verbunden. Die CVP sah ihre Aufgabe darin, die ärmeren, meist katholischen Gegenden unseres Landes zu emanzipieren, damit sie als gleichberechtigte Partner angesehen wurden. Dieses Ziel ist erreicht und die CVP hat sich im Laufe der Zeit gewandelt, ja man könnte fast sagen, sie hat sich emanzipiert. Die CVP ist offener, freier und toleranter geworden - aber ohne dabei ihre Grundideale über Bord zu werfen. Die CVP ist heute offen für alle Bürgerinnen und Bürger unabhängig ihrer Religionszugehörigkeit.
Die CVP-Politik orientiert sich an Werten - nicht an Ideologien oder Profiten
Es gibt viele Themen und viele Arten des Politisierens, bei denen uns die Schlagzeilen in der Presse garantiert wären: reisserische Themen, andere Parteien schlecht machen, Parteien öffentlich kritisieren, Negativschlagzeilen, sich quer stellen gegen die eigene Partei usw. Aber das ist nicht CVP-Stil. Dies entspricht nicht unseren Werten und Vorstellungen von christlicher Politik.
Was ist denn überhaupt christliche Politik? Sie ist geprägt von Toleranz, Respekt, Menschlichkeit, Achtung gegenüber den Mitmenschen und anders Denkenden. Christliche Politik übernimmt Verantwortung, erkennt Probleme und sucht schon beim Erkennen der Probleme nach Lösungsansätzen und immer steht der Mensch und das Land in dem er lebt im Mittelpunkt. Die christliche Politik versucht Lösungen zu erarbeiten, die allen Menschen zu gute kommen. Christliche Politik ist transparent, ehrlich und verlässlich.
Die CVP versucht ihre Politik nach all diesen Grundsätzen auszurichten und nach ihnen zu leben. Die CVP ist demokratisch, förderalistisch und interkonfessionell. Ihre Politik ist auf ethisch-konstruktiven, christdemokratischen Grundwerten aufgebaut.
Die CVP setzt sich ein für die Familien. Sie will Eltern wirksam entlasten, dass es sich wieder lohnt in der Schweiz eine Familie zu gründen.
Die CVP ist für Wirtschaftswachstum in einer erneuerten Marktwirtschaft in sozialer Verantwortung. Die Grundversorgung in unserem Land muss gesichert sein. Wir brauchen Innovation und leistungsfähige KMUs. Die Wirtschaft ist ein Mittel zum Wohlergehen der Bevölkerung. Die Wirtschaft muss auf einem gesunden Wettbewerb beruhen. Die Erträge müssen optimiert werden aber ohne eine Verherrlichung der Gewinnmaximierung.
Eigenverantwortung ist bei uns gross geschrieben. Der Staat soll nicht alle Risiken abdecken. Wenn wir alle Aufgaben dem Staat übertragen, schränken wir unsere Freiheit immer mehr ein.
Wir engagieren uns für einen fairen Ausgleich - zwischen den Regionen, den Generationen, den Sozialpartnern und den verschiedenen Kulturen.
Wir halten die Solidarität hoch. Unser Organisationsprinzip ist die Subsidiarität.
Im Vordergrund aller Überlegungen steht selbstverständlich die Finanzierbarkeit, da viele Forderungen nicht zum Nulltarif zu haben sind. Staatliche Leistungen kosten Geld. Die CVP setzt sich für eine vernünftige Balance zwischen Ausgaben und Einnahmen ein. Nur gesunde Staatsfinanzen garantieren ein solides, soziales Staatswesen, das zum Wohle aller Bürgerinnen und Bürger sorgen kann.
Ein Auszug aus dem Programm der Jung CVP Schweiz ergänzt im Weiteren die eingangs gemachten Bemerkungen:
«Die Verteidigung der Freiheit jedes Menschen steht für uns im Mittelpunkt. Jede und jeder ist aber auch für die Freiheit der anderen verantwortlich: Freiheit zu leben, zu lieben, sich zu entfalten, zu arbeiten. So führt uns unsere christliche Überzeugung dazu, eine
«Politik des Herzens» zu betreiben. Ausdruck dieser Politik soll sein, dass die Liebe und Achtung für das Leben und für den Nächsten in der Gesellschaft vorherrschen und dass diese Liebe das Gute weckt, das in jedem Menschen liegt. Die Zugehörigkeit zu einer Kirche oder die Ausübung einer Religion sind in keiner Weise eine Bedingung für die Verteidigung dieser christlichen Werte. Dennoch sieht die JCVP und auch die CVP Schweiz, ausgehend von der Soziallehre der christlichen Kirchen, den Staat als Institution, welche die Rechte und Freiheiten des Einzelnen schützt und die dafür sorgt, dass die Grundbedürfnisse eines jeden unter Beachtung des Subsidiaritätsprinzips gedeckt werden.»
Die christlichen Werte und Grundgedanken sind in unseren Parteiidealen noch durchaus vorhanden, obwohl es manchmal anders scheint.
Wir sind überzeugt, dass das «C» oder anders gesagt, ethische Werte, in der Politik durchaus noch ihre Berechtigung und auch ihren Platz haben und die CVP ihre Politik danach ausrichtet.
CVP Appenzell Innerrhoden
Das Parteiprogramm
Das Parteiprogramm will zeigen, wo die CVP Appenzell I.Rh. in den nächsten Jahren ihre Schwerpunkte der politischen Tätigkeit des Kantons sieht. Grundlage ihres Handelns sollen die tragenden christlichen Grundwerte der Freiheit und Solidarität sein. Als Volkspartei, die verschiedenartige Interessen in das Gesamtwohl einordnet, strebt sie ein Zusammenwirken aller Kräfte in einer gemeinsam verantworteten Politik an.
Innerrhoden als Gemeinwesen
Das Verhältnis zwischen Bürgern und Behörden muss von gegenseitigem Vertrauen und von gegenseitiger Offenheit getragen sein. Daher misst die CVP Appenzell I.Rh. einer umfassenden Informationstätigkeit der Behörden hohe Bedeutung zu. Bei politischen Entscheiden sind frühzeitige Kontakte zum Bürger anzustreben.
Die CVP Appenzell I.Rh. tritt für eine gesunde Finanzpolitik in den Gemeinwesen ein. Dies bedeutet, Vermeidung von übermässiger Steuerbelastung sowie sparsame und zielgerichtete Verwendung der zur Verfügung stehenden Mittel.
Die kulturelle Tätigkeit ist in Innerrohden in erster Linie Sache der Privatinitative, insbesondere der Vereine. Wo nötig, soll die öffentliche Hand das innerrhodische Kulturleben fördern und unterstützen.
Innerrhoden als Lebensraum
Die Familie ist die Grundlage der harmonischen Entwicklung jedes menschlichen Individuums und zugleich Grundelement des gesunden Gemeinwesens. Aus diesem Grunde verdient die Familie in ihrer natürlichen Ausgestaltung in ganz besonderem Masse Schutz und Förderung.
Das Bildungswesen soll auf christlichen Wertvorstellungen beruhen. Grund- und Berufsausbildung sollen zur Persönlichkeitsbildung der Jugend beitragen. Die CVP Appenzell I. Rh. setzt sich auch dafür ein. dass das
Lehrstellenangebot im Kanton gut und ausreichend ist.
Die Altersfürsorge muss soweit als möglich in der örtlichen Gemeinschaft integriert werden.
Die CVP Appenzell I.Rh. steht zu einem zeitgemässen Natur- und Heimatschutz, einer umweltgerechten Infrastruktur, einer entsprechenden Wirtschafts- und Siedlungspolitik sowie einer den innerrhodischen Verhältnissen angepassten Raumplanung. Zwischen Schutz und Fortschritt ist ein ausgewogenes Verhältnis anzustreben.
Innerrhoden als Arbeitsplatz
Der CVP Appenzell I.Rh. ist es ein besonderes Anliegen, dass Arbeitsplätze im Kanton geschaffen und erhalten werden. Sie steht zu einer
gesunden regionalen Wirtschaftsförderung. Diesem Zweck dient eine entsprechende Steuerpolitik sowie die Verbesserung des Verkehrsnetzes, einschliesslich des besseren Zugangs zu grösseren Zentren.
In der Erhaltung und Schaffung von Arbeitsplätzen kommt den kleineren und mittleren Unternehmen KMU eine besondere Bedeutung zu. Die CVP Appenzell I.Rh. setzt sich für günstige Rahmenbedingungen ein, um eine gedeihliche Entwicklung zu ermöglichen.
Nachhaltig ertragsfähige Landwirtschaftsbetriebe sind zu erhalten und zu fördern. Wo nötig und möglich, sind ausserbetriebliche Verdienstmöglich-keiten zu schaffen.
Der Kanton ist auf den Tourismus angewiesen. Er übt mit seiner landschaftlichen Schönheit und dem Charakter seiner Orte eine grosse Anziehungskraft aus. Die CVP Appenzell I.Rh. ist bestrebt, dass Verbesserungen im Tourismus in erster Linie nach qualitativen, landschaftsschonenden Gesichtspunkten erfolgen.
Richtlinien der Politischen Arbeit
Die CVP Appenzell I.Rh. setzt sich zum Ziel, in ausreichendem Masse Parteiarbeit zu leisten, die Bürgerinnen und Bürger für die Belange der CVP zu interessieren und Vorschläge für die Politik von Innerrhoden zu formulieren. Zu diesem Zweck macht sich die CVP Appenzell I.Rh. folgende Arbeiten zur
Aufgabe:
| 1. |
Im Parteivorstand werden Verantwortlichkeitsbereiche geschaffen, z.B. Veranstaltungen, Öffentlichkeitsarbeit, Kontakt zu Gruppierungen, Parteien und den politischen Jugendorganisationen, aber auch Kontakt zu Vertrauensleuten in den Bezirken und der Standeskommission. |
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| 2. |
Die CVP Appenzell I.Rh. erarbeitet periodisch ein
Parteiprogramm, in dem sie zu den kommenden politischen Aufgaben des Kantons Stellung nimmt. |
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| 3. |
Die Partei organisiert öffentliche Anlässe zu aktuellen Fragen, z.B. bei Volksabstimmungen und anderen Themen von politischem Interesse. |
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| 4. |
Die CVP Appenzell I.Rh. wirkt bei der Vorbereitung der politischen Wahlgeschäfte mit und unterbreitet der Wählerschaft ausgewogene Vorschläge. |
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| 5. |
Die Partei hält Kontakt zur Öffentlichkeit. Sie achtet auf eine regelmässige Berichterstattung und schafft Diskussionsplattformen. |
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| 6. |
Sie hält Kontakt zur schweizerischen Partei und beteiligt sich an der dortigen Willensbildung. |
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